Helgoland

Das  völlig zerstörte Helgoland wurde ab 1952 nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Der Vorsitzende des städtebaulichen Wettbewerbs war Otto Bartning, der Nachfolger von Gropius und Direktor der Hochschule für Gestaltung in Weimar in den zwanziger Jahren. Die Siedlung in Helgoland war stark sozialen Gesichtspunkten verpflichtet, galt es doch eine neue Gemeinschaft zu begründen. Eine Krankenstation, Lesehalle, Kurmittelhaus, Museum, Schule, Kindergarten und Kirche  wurden errichtet.Für die Siedlungsbauten wurden die Entwürfe von Georg Wellinghausen und Helmut Bunje ausgewählt. Für das Rathaus nahmen sich die Architekten Friedrich und Irmgard Spengelin das Rathauses in Aarhus zum Vorbild , das von Arne Jacobsen entworfen worden war. Doch was weithin über das Meer strahlt sind die farbigen Hummerbuten, die ehemaligen Wohnhäuser der Fischer, die nun als Läden und Werkstätten genutzt werdne. Das Farbkonzept für die Siedlung wurde Johannes Ufer beauftragt.  Es macht die Einzigartigkeit dieser gut erhaltenen Nachkriegssiedlung bewusst. (Dieter Mehlhorn: Architektur in Schleswig Holstein, Kiel 2016,  H.-P Rickmers und P.H. Sahling: Helgoland im Wiederaufbau, Otterndorf und Helgoland 1990)